Koala-Deutsch/Portugiesisch

Cristina Arad
Fachberaterin für Portugiesisch

E-Mail: c.arad@f.ssa.hessen.de

Tel:069/38989267    Fax: 069/38989244

KOALA-Projekt

Koordinierte Alphabetisierung im Anfangsunterricht

Die Frauenhofschule im Stadtteil Niederrad ist die Frankfurter Grundschule, in der die meisten Kinder portugiesischer Herkunft eingeschult werden. Um den Auftrag der Schule nach örtlichen Gegebenheiten gerecht zu werden, findet hier seit langem Unterricht in der Herkunftssprache statt.

Mit der Einführung des KOALA-Projektes Deutsch-Portugiesisch im Schuljahr 2006/07 berücksichtigt man die Ausgangslage dieser Schülergruppe. Das Prinzip die Schülerinnen und Schüler dort abzuholen, wo sie sind, wird auch auf ihre Herkunftssprache und  –kultur angewandt. Mit Einbeziehung der emotionalen Dimension zielen wir auf eine Steigerung der Motivation und des Selbstwertgefühls durch die ganzheitliche Wahrnehmung der Schulanfängerinnen / Schulanfänger mit ihren beiden Sprachen und Kulturen.

Koala ist ein Prinzip und wird immer schulbezogen angewandt bzw. weiterentwickelt und ist damit auch veränderbar.

Der gesamte Sprachbesitz der Schüler wird gefördert im Hinblick auf eine positive Sprachentwicklung. Dadurch können Defizite nicht nur in der Muttersprache sondern  auch im Deutschen überwunden werden. Ausgehend von der Zweisprachigkeit der Kinder werden beide Sprachen und Kulturen in eine positive Beziehung zueinander gesetzt, mit dem Ziel die Sprachkompetenz der Schüler insgesamt zu erweitern.

In der Phase der Alphabetisierung werden die im Deutschen gelernten Phoneme und Grapheme je nach Methode vertieft; durch Kontrastierung werden Interferenzen vermieden und der Schriftspracherwerb in beiden Sprachen koordiniert.

Der Gesamtunterricht und der Unterricht in der Herkunftssprache werden inhaltlich-methodisch koordiniert. Wir bemühen uns um eine gezielte Förderung im Sinne einer Vor- und Nachbereitung des gemeinsamen Unterrichts.

Kooperation- und Koordinationsbereitschaft der Lehrkräfte, die mit den gleichen Schulanfängerinnen / Schulanfängern und Eltern zu tun haben, ist Voraussetzung für eine gelungene Arbeit.

Diese kann und soll man im 3. und 4. Schuljahr fortsetzen, und somit unter Berücksichtigung der spezifischen Ausgangslage der sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung der Schülerinnen / Schüler eine angemessene Förderung sichern.

Januar 2007

 

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